Spaß mit GNOME und Xgl
April 24, 2006 on 11:13 am | In technic |Mit der Live CD der sehr jungen Linux Distrubition Kororaa kann man sich jetzt schon jeder einen sehr guten Eindruck der neuen Fähigkeiten des von Novell entwickelten X Servers Xgl und den dazugehörigen Windowsmanager Compiz ansehen.
Ich hab das mal gestern ausprobiert. Mein Rechner mit einer ATI Rage 9200 oder ähnlich wurde sehr gut erkannt. Leider ging die Netzwerkkarte nicht. Aber zum ausprobieren des neuen Xgl X-Servers wird die nicht benötigt.
Im Vergleich zu OS X z.B. sieht das neue GNOME noch etwas einfach aus. Leider scheint das alte Fonts Problem immer noch zu existieren. Irgendwie schafft die OSS Gemeinde es nicht gute Fonts oder Fontengines zu entwickeln. Das mag auf der einen Seite an Patentproblemen liegen oder aber auch einfach daran das es anscheint schwieriger ist als man denkt. Die 3D Features des neuen Windows Managers lassen sich allerdings mit großer Freude benutzen. Bildschirmwechsel werden wie bei OS X der Userwechsel durch das Drehen eines Cubes visualisiert. Geht wunderbar schnell. Der Fensterwechsel über STRG-TAB zeigt ähnlich wie bei Windows Vista in einen zentrierten Balken jeweils den Fensterinhalt an. Zusätzlich wird noch das gerade angewählte Fenster erleuchtet. Sieht alles sehr schön aus und funktioniert auch wunderbar schnell. Auch eine von OS X bekannte Funktion Expose existiert. Die Fenster flattern dabei alle zu einer Übersicht nebeneinander nach hinten, so das jedes Fenster des aktuellen Bildschirm angezeigt werden. Beim bewegen von einzelnen Fenster wabbert das Fenster unter der Maus mit. Sieht sehr schön aus, macht aber wenig Sinn. Sehr sinnvoll ist ein weiteres Feature. Mit STRG und den Mauswheel kann die Tranparenz des aktuellen Fenster verändert werden. So kann das Fenster sehr schnell zur durchsichtig geschaltet werden um z.B. den dahinterliegenden Text zu lesen. Einen massiver Nachteil fällt einen aber sofort ins Auge. Der Xgl Server hat doch massive Schwierigkeiten mit der Größenveränderung von Fenstern. Aber gut das ganze ist noch recht Beta und hoffentlich wird sich das Problem auch noch relativieren. Spätestens mit schnellerer Hardware.
Abschließend kann man nur sagen: Ausprobieren macht richtig Spaß und mann freut sich auf nächsten Versionen verschiedener Linux Distributionen. Ubuntu macht es mit der übernächsten Version im Dezember wahr.
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