Die Geschwindigkeit des Waldes
March 14, 2007 on 9:04 am | In berlin |Früher bin ich oft im Lichtenrader Wäldchen spielen gewesen. Das war damals und ist bis heute ein recht imposantes kleines Stück Wald an der ehemaligen Grenze West-Berlins. Als Kinder haben wir damals gerne durch die Mauerritzen geschaut um die Grenzer und ihre Hunde zu beobachten. Aber auch um das Land dahinter zu sehen. Schließlich war das damals schon ein Inselleben. Gerade als “Küsten”-Bewohner wurde einem dies immer wieder klar. Das normalerweise kreisrunde Spielgebiet war in der Mitte geteilt. Per Satellite ist die Grenze bis heute, 18 Jahre nach dem Mauerfall, sehr gut zu erkennen.

Bis heute breitet sich Berlin an dieser Grenze kaum aus.

Bis auf einige kleine Stücke. Wer würde ahnen das dieser idyllische Waldweg einmal die Panzerstraße des ca. 30 Meter breiten Grenzstreifen war.

Ähnlich ist es an dieser Stelle. Es ist nicht leicht ist zu erahnen, das rechts an dem Weg früher die Mauer stand. Von dem Todesstreifen ist nichts mehr zu sehen.

Die beiden Waldstücke, die vor dem Mauerfall ein Wald waren, würden durch einen Förderverein wieder aufgeforstet. Von der Aufforstung ist schon noch recht viel zu erkennen. Aber trotzdem würde ich sagen das die Teilung an dieser Stelle für einen Unwissenden definitiv nicht mehr erkennbar ist. Beeindruckend wie schnell sich der Wald ( wenn auch mit etwas Hilfe ) seinen Lebensraum zurückholt.
Ich kann mich noch gut an Kneipengespräche erinnern, bei denen Freunde meinten “Ick werde immer wissen wo die Mauer gewesen war!!”
Die Wette hätte ich damals annehmen sollen. Schade..
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